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Wenn man sich für einen Freiwilligendienst interessiert, ist die Frage, die man am meisten gestellt bekommt, sicherlich die nach der eigenen Motivation seine gewohnte Umgebung zu verlassen um in oft anderen Bedingungen als zuhause Freiwilligendienst zu leisten.

Mein Hauptgrund liegt darin, dass es viele Länder gibt, die auch heutzutage weiterhin Unterstützung benötigen, um die weitere Entwicklung voranzutreiben. Natürlich ist mir bewusst, dass die Unterstützung auf ganz verschiedenen Ebenen stattfindet. Andere Staaten unterstützen im Rahmen ihrer Entwicklungszusammenarbeit und Politik sich in der Entwicklung befindendende Ländern und schaffen somit den Rahmen für viele Hilfsprojekte. Die Bürger anderer Staaten können durch ihr Verhalten Entwicklungsländern helfen und auch im Rahmen von gemeinschaftlichen Aktionen, zum Beispiel unter dem Dach der UNO gibt es eine Reihe von Unterstützungsmaßnahmen.

Ein für mich jedoch sehr wichtiger Aspekt ist eben der Austausch von Freiwilligen. Denn nur dadurch entsteht eine Völkerverständigung auf menschlicher Ebene. Gerne würde ich mich an diesem Austausch von Ideen, Meinungen, Kulturen und vielem mehr beteiligen. Deshalb habe ich mich entschieden, nach meinem Abitur, dass ich im Juni 2008 erhalten habe, einen Freiwilligendienst zu leisten, um meinen kleinen persönlichen Beitrag zu leisten.

Auch schon in Deutschland habe ich ehrenamtlich engagiert, um aktiv an der Gestaltung unserer Gesellschaft mitwirken zu können. So war ich langes Mitglied der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) und habe mit zunehmendem Alter mit meinen Freunde immer verantwortungsvollere Aufgaben erhalten. Neben der Betreuung der kleineren Pfadfinder spielte auch die tatkräftige Unterstützung, zum Beispiel der Aktion Rheinpower ein große Rolle. Bei der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bonn konnte ich mich unter anderem bei der Betreuung japanischer Touristen und Journalisten während der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland im Jahr 2006, im so genannten G-JAMPS einbringen. Außerdem helfe ich bei der Betreuung der Webseite der Organisation.

Neben dieser ehrenamtlichen Tätigkeit habe ich jedoch immer versucht, meine eigene Kenntnis über die Welt zu erweitern, weshalb ich zahlreiche Sprachen mit viel Begeisterung lerne. Auch aus diesem Grund würde ich gerne in meiner „Auszeit“ nach dem Abitur ins Ausland gehen. Diese einmalige Zeit zwischen Schule und Studium ermöglicht es mir, mich voll und ganz einem Land, seinen unterschiedlichen Bewohnern, seiner/seinen Sprache/n und seiner Kultur zu widmen. Auch darauf freue ich mich ganz besonders.

Ich hoffe durch meine Tätigkeit als Freiwilliger einen größtmöglichen Einblick in meine Gastgesellschaft zu bekommen und vielleicht auch meinen neu gewonnen Freunden etwas über Deutschland erzählen zu können.

Nach meinem gap-year, wie es die Anglophonen nennen, werde ich vermutlich den Bachelorstudiengang Internationale Beziehungen aufnehmen, um danach einen Master anzuschließen und dann mein Glück im Auswärtigen Amt, bei der UNO oder einer Nichtregierungsorganisation der Entwicklungszusammenarbeit zu versuchen. Mein Auslandsaufenthalt wird mir dafür sicherlich auch viele Denkanstöße und neue Sichtweisen liefern.

Neben diesen positiven Effekten für meine persönliche Entwicklung, wird jedoch die Unterstützung für die Menschen meines Gastlandes und die Arbeit im Projekt im absoluten Mittelpunkt stehen.