Im “Süddeutsche Zeitung Magazin” ( Heft 19/2008 ) ist ein sehr weltwärts-kritischer Artikel von Florian Töpfl erschienen.
Ich möchte hier jetzt nicht zu allen “Anschuldigungen” gegen die Freiwilligen und gegen das Programm selbst Stellung nehmen, aber vor allem auf das Fazit des Artikels möchte ich kurz eingehen: Töpfl beendet seinen Artikel mit der Schlussfolgerung, dass die Freiwilligendienste vorrangig nur den Freiwilligen selbst helfen und, dass diese den “Trip” auch nur für ihren Lebenslauf machen.
Meine Meinung nach ist das bei der Mehrzahl der Ausreisenden nicht so. Viele Freiwillige, die in der gleichen Zeit wie ich ausreisen werden, bemühen sich schon jetzt, ihre Sprachkenntnisse eventuell wieder aufzufrischen und, wenn nötig, auch Grundkenntnisse in einer weiteren verbreiteten Landessprache zu erlangen.
Des weiteren haben ja viele auch schon vor ihrem Einsatz im Ausland ehrenamtliches Engagement gezeigt und haben es somit “gar nicht nötig”, das noch im Ausland zu beweisen. Aber sie wollen etwas von ihrem Glück, hier in Europa geboren worden zu sein, weitergeben. Und ob man nun in Kambodscha, um am Beispiel von Töpfl zu bleiben, oder in Deutschland eine Jugendgruppe führt, kommt meiner Meinung nach aufs gleiche raus. Oft fehlen aber in den Ländern, in die Freiwillige entsandt werden, noch Strukturen zur Jugendbetreuung, die ja mit den Freiwilligen aufgebaut werden!
Natürlich kann ich hier jetzt nur von mir sprechen, aber ich werde mich sehr bemühen, dort auch wirklich zu arbeiten und zu helfen, und die Leute, die ich kenne, werde das auch so machen! Des weiteren hatte ich den Eindruck, dass der DED und auch die anderen Organisationen, die ich kennen gelernt habe, sehr wohl danach schauen, welche Vorkenntnisse ein Freiwilliger hat, um ihn in ein Projekt zu schicken, zu dem er wirklich etwas beitragen kann.
Natürlich lernen die Freiwilligen auch viel: Sie lernen eine neue Kultur kennen, eine neue Sprache, neue Menschen und neue Lebensumstände werde ihnen vertrauter, was im späteren Leben sicherlich nur von Vorteil sein kann. Aber wer erzählt von den Verhältnissen in den Ländern? Wie erfahren die Menschen in den Entsendeländer, wie es wirklich aussieht, wenn nur 40-Jährige, “erfahrene” Freiwillige nach Deutschland gehen. Bildung fängt in jungen Jahren an und meiner Meinung nach ist weltwärts ein sehr gute Gelegenheit und Chance, den Wunsch nach einer “Horizonterweiterung” und den Wunsch zu helfen, wirkungsvoll und effektiv zu verbinden!
17/2/2009 at 23:36
mann, die Leute sollen lernen, sich selbst zu helfen. Du denkst immer noch im falschen Raster. Bleib doch hier und spende Deine 1000 Euro Reisekosten einer Hilfsorganisation mit Konzept wie World Vision. Dann hast Du mit 100 prozentiger Sicherheit doppelt so viel geholfen.
Wenn Du was über andere Kulturen lernen willst, setz Dich ans Internet. Afrika hat viele Webseiten. rede mit leuten hier, lese die berichte bei ärzte ohne Grenzen, World Vsion ect. und dann fahr mal 3 wochen in den Urlaub runter.